„Stolz wie Bolle“

Teamarbeit kann Berge versetzen

Entwicklungskapazität und hohe Geschwindigkeit waren gefragt, als sich ein Team aus den Standorten Berlin, Ústí und Neuss die Frage stellte, ob ein Beatmungsgerät für Notfallpatienten „mit Bordmitteln“ entwickelt werden könnte.

Erster Corona-Lockdown im Frühjahr 2020. Eine große Unsicherheit der Bevölkerung war allenthalben zu spüren, ob unser Gesundheitssystem mit den neuen Herausforderungen zurechtkommen würde. Teilweise schockierende Fernsehbilder aus aller Welt trugen nicht gerade zur Beruhigung bei. Würden genug Intensivbetten in unseren Krankenhäusern vorhanden sein? Waren wir geräteseitig ausreichend ausgestattet, um einem etwaigen Ansturm auf die medizinische Notfallversorgung begegnen zu können? Rheinmetall hat in dieser Situation seine internationalen Kontakte und Logistikketten genutzt, um dringend benötigtes zusätzliches Schutzmaterial für staatliche Stellen bereitzustellen und beliefert noch heute Bundesbehörden mit FFP2-Atemschutzmasken und persönlicher Schutzausrüstung. Damit aber nicht genug, denn auch Mitarbeiter aus den Entwicklungsbereichen und dem Musterbau in der Automobiltechnik sahen die Fernsehbilder und machten sich insgeheim Gedanken, ob man eventuell mit vorhandener Technik dazu beitragen könnte, möglicherweise auftretende Notsituationen kurzfristig zu überbrücken.

Ein Team aus drei Rheinmetall-Standorten machte sich unverzüglich an die Aufgabe

In dieser Lage allgemeiner großer Unsicherheit bedurfte es nur der Initialzündung eines medizinischen Fachartikels der Universität Göttingen über einfache Beatmungsgeräte und eine Idee war geboren. Ein Team von Mitarbeitern aus drei Rheinmetall-Standorten machte sich unverzüglich an die Aufgabe, ein einfaches Beatmungsgerät mit vorhandenen Komponenten zu entwickeln. Und es gab eine weitere Schwierigkeit: Wie sollte man dies alles coronakonform, also unter Einhaltung der notwendigen Abstands- und Hygieneregeln und dann auch noch unter Zeitdruck umsetzen können?

Allen Beteiligten war natürlich von Anfang an klar, dass ein mögliches Ergebnis nicht sofort eine Zulassung erhalten würde und man die jahrzehntelange Erfahrung von Spezialunternehmen in der Beatmungstechnik auch nicht innerhalb kürzester Zeit mal eben würde nachholen können. Aber: Wer nichts tut, kommt auch zu keinen Erkenntnissen. Und so wurde nach dem Startschuss von Dr. Andreas Müller ein Team zusammengerufen, das sich sofort an die Arbeit machte. Im Nachhinein betrachtet, entwickelte sich eine Gemeinschaftsarbeit, die zeigt, wie erfinderisch der Mensch in Notsituationen agieren kann, und wie schnell doch auch neue Ansätze und Wege gefunden werden können, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte. Das gilt auch für diesen Artikel, der die superschnelle Aktion des Teams zusammenfasst und dabei auch an die Coronaregeln gebunden war. Auch wenn hier ein realer medizinischer Einsatz zweifelsfrei in weiter Ferne liegt, das Berliner Team um Siegfried Güntner „operierte“ nicht aus dem hohlen Bauch heraus.

Bevor die Aktion startete, wurde Expertenrat eingeholt. Dazu gehörten Krankenhausärzte sowie ein Verantwortlicher aus der Ersthelferschulung. Außerdem wurden alle von ihrer Fachrichtung relevanten Kolleginnen und Kollegen zusammengerufen und jeder für sich konnte seinen Beitrag beisteuern. Nachdem alle notwendigen Teile samt Steuerung vorhanden waren, konnte im von Akifhan Yurt geleiteten Musterbau die Montage des Gerätes beginnen. Herzstück der entwickelten Maschine ist übrigens eine Eigenentwicklung aus Hartha, ein regelbarer Stellmotor. Verständlich, dass man nach der Fertigstellung im Werk, wie Güntner auf gut Berlinerisch sagt, „stolz wie Bolle“ war. Auch wenn das Gerät wahrscheinlich nie in den realen Einsatz kommen wird, hat es gezeigt, was Teamwork und die gemeinsame intensive Beschäftigung mit einer Aufgabe leisten können. Allein diese Erkenntnis ist für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Eine gemeinsame Leistung, die den Berlinern im gesamten Konzern große Anerkennung eintrug. Not macht eben erfinderisch.

Allen Beteiligten war natürlich von Anfang an klar, dass ein mögliches Ergebnis nicht sofort eine Zulassung erhalten würde und man die jahrzehntelange Erfahrung von Spezialunternehmen in der Beatmungstechnik auch nicht innerhalb kürzester Zeit mal eben würde nachholen können. Aber: Wer nichts tut, kommt auch zu keinen Erkenntnissen. Und so wurde nach dem Startschuss von Dr. Andreas Müller ein Team zusammengerufen, das sich sofort an die Arbeit machte. Im Nachhinein betrachtet, entwickelte sich eine Gemeinschaftsarbeit, die zeigt, wie erfinderisch der Mensch in Notsituationen agieren kann, und wie schnell doch auch neue Ansätze und Wege gefunden werden können, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte. Das gilt auch für diesen Artikel, der die superschnelle Aktion des Teams zusammenfasst und dabei auch an die Coronaregeln gebunden war. Auch wenn hier ein realer medizinischer Einsatz zweifelsfrei in weiter Ferne liegt, das Berliner Team um Siegfried Güntner „operierte“ nicht aus dem hohlen Bauch heraus.

Bevor die Aktion startete, wurde Expertenrat eingeholt. Dazu gehörten Krankenhausärzte sowie ein Verantwortlicher aus der Ersthelferschulung. Außerdem wurden alle von ihrer Fachrichtung relevanten Kolleginnen und Kollegen zusammengerufen und jeder für sich konnte seinen Beitrag beisteuern. Nachdem alle notwendigen Teile samt Steuerung vorhanden waren, konnte im von Akifhan Yurt geleiteten Musterbau die Montage des Gerätes beginnen. Herzstück der entwickelten Maschine ist übrigens eine Eigenentwicklung aus Hartha, ein regelbarer Stellmotor. Verständlich, dass man nach der Fertigstellung im Werk, wie Güntner auf gut Berlinerisch sagt, „stolz wie Bolle“ war. Auch wenn das Gerät wahrscheinlich nie in den realen Einsatz kommen wird, hat es gezeigt, was Teamwork und die gemeinsame intensive Beschäftigung mit einer Aufgabe leisten können. Allein diese Erkenntnis ist für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Eine gemeinsame Leistung, die den Berlinern im gesamten Konzern große Anerkennung eintrug. Not macht eben erfinderisch.