Fokussiert auf Action

Mit vier Kameras auf der Jagd nach guten Bildern

Monte Carlo, Mexiko, Wales, Finnland, Deutschland, Portugal oder Sardinien: Kaum eine spektakuläre WRC-Rallye (WRC=World Rally Championship) oder Rennveranstaltung, die Jakub Pojmicz nicht schon als Fotograf begleitet hat. Sogar beim 100. Hill Climb am Pikes Peak war er dabei.

Zum Rallye-Fotografen ist der 39-jährige Motorservice Mitarbeiter aus Krakau in Polen geworden, weil ihn die Actionfotografie bei den Rennen immer schon fasziniert hat. Gar nicht so einfach für einen Amateur, sich da bei vielen Profis entlang der Piste durchzusetzen. Für ihn war die Veröffentlichung einiger spektakulärer Aufnahmen in Fachmagazinen gewissermaßen die Eintrittskarte für die Akkreditierung bei den internationalen Sportereignissen. „Diese Akkreditierung als offizieller Fotograf ist wichtig, denn dann kommt man in Streckenbereiche, die für die normalen Hobbyknipser gesperrt sind, was wichtig ist, um gute Fotopositionen zu haben“, so Pojmicz. Außerdem darf er damit sogar ins Fahrerlager und bekommt so einen ganz anderen Einblick in den Rallyeverlauf. 

Auf 35 Rallyes ist er so schon gewesen und wird nicht müde, weiterzumachen. Obwohl der Tag für einen Rallyefotografen schon sehr früh beginnt und meist erst spät endet. Früh morgens müssen Zuwege zu den entscheidenden Fotostützpunkten erkundet und die allgemeine Logistik des Tages abgestimmt werden. Die Abende sind damit gefüllt, die ergatterten Schüsse zu bearbeiten und möglichst schnell an die Heimatagentur zu senden. Da bleibt nicht viel Zeit für Schlaf. Hinzu kommt, dass ein Rallyefotograf nicht nur permanent "schussbereit", sondern auch stets hellwach sein muss: „Während der Aufnahmen stehe ich grundsätzlich, da es immer sein kann, dass man einmal schnell zur Seite springen und sich in Sicherheit bringen muss“, gibt Pojmicz zu. Dennoch kennt er mittlerweile die entscheidenden Stellen entlang der Strecken und fotografiert, wo es geht, aus geschützten Positionen oder nutzt Stativ und Funkauslöser.  Dass er dennoch jedes Mal faszinierende Rennaufnahmen nach Hause bringt, unterstreichen nicht nur ein im offiziellen Mini-Kalender veröffentlichtes Foto, sondern auch die vielen Besucher seiner Facebook-Seite (https://www.facebook.com/kubapojmiczfoto/), die Bilder von ihm schon mit mehreren Tausend Likes beurteilt haben.