Ausbildung 4.0

KS Gleitlager nutzt digitales Berichtsheft

Ausbildungsberichte auf Papier waren gestern – bei der KS Gleitlager GmbH in Papenburg erledigen die Azubis ihre Nachweispflicht inzwischen digital. Bereits seit dem vergangenen Sommer schreiben sie ihre Tätigkeitsberichte in eine Onlineplattform.

Damit gehört die Rheinmetall-Tochter zu den Vorreitern unter den Ausbildungsbetrieben der Region. Bislang nutzen erst wenige Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg ein elektronisches Berichtsheft. Gesetzlich möglich ist dies seit Oktober 2017, sofern Betrieb und Azubi dies im Ausbildungsvertrag vereinbaren. Dieter Abel, der Ausbildungsverantwortliche bei KS Gleitlager, sieht darin nur Vorteile: „Das digitale Berichtsheft vereinfacht zahlreiche Arbeitsprozesse und reduziert den manuellen Aufwand, zum Beispiel beim Austausch von Prüfungsunterlagen“, sagt er.

Derzeit bildet KS Gleitlager 32 junge Leute in neun verschiedenen Berufen aus. Sie alle halten ihre Tätigkeiten und neu erworbene Kenntnisse online fest. Dazu loggen sie sich einfach mit ihrem Benutzernamen und Kennwort in die neue Berichtsplattform ein. Die verantwortlichen Ausbilder erhalten eine E-Mail, sobald ein neuer Bericht vorliegt und können ihn per Mausklick abzeichnen. Ob auf Papier oder elektronisch – das Berichtsheft spielt in der Ausbildung eine wichtige Rolle. Es dokumentiert den Ausbildungsverlauf und muss zur Abschlussprüfung vorgelegt werden.

Bei den Azubis von KS Gleitlager kommt das elektronische Berichtsheft gut an. Lina Ramann, den bei dem Automobilzulieferer den Beruf der Industriekauffrau erlernt, betont: „Da ich ohnehin den ganzen Tag am PC sitze, kann ich die Berichte jetzt viel besser in meinen Arbeitsalltag integrieren und schneller erledigen“, sagt sie. Von diesem Vorteil profitieren selbst die Auszubildenden im gewerblich-technischen Bereich des Unternehmens, die normalerweise kaum am Computer zu tun haben, wie Dieter Abel erläutert: „Speziell für diese Nachwuchskräfte haben wir neue PC-Arbeitsplätze geschaffen.“