7 Fakten zum Diesel

Gründe für eine Zukunft des Diesels

Im Spannungsfeld aus Kraftstoffverbrauch, Emissionen, Fahrleistungen und Fahrzeugkosten spielen sowohl Otto- als auch Dieselantrieb ihre Stärken in verschiedenen Fahrzeugklassen aus.

1. Geringe Emissionen des klima-relevanten Treibhausgases CO2

Verbrauchsvorteil gegenüber Ottomotor bis zu 25 Prozent – das entspricht 15 Prozent weniger CO2 in Gramm pro Kilometer; deshalb unverzichtbarer Baustein bei der Umsetzung der europäischen Klimaschutzziele.

2. Größere Vorteile bei großen und schweren Fahrzeugen und auf Langstrecken

Der o. g. CO2-Vorteil ist bei großen, schweren Fahrzeugen und bei der gleichmäßigen Fahrt auf langen Strecken besonders ausgeprägt. Das gilt nicht nur für zertifizierungsrelevante Zyklusverbräuche, sondern auch im alltäglichen Verkehr auf der Straße; daher CO2-optimierte Langstreckenmobilität für schwerere Fahrzeuge.

3. Geringe Stickoxid- und Partikelemissionen

Moderne Dieselfahrzeuge, die die aktuelle Euro-6-temp-Gesetzgebung erfüllen und die Richtlinie „RDE“, sind extrem sauber, sowohl bezüglich NOx als auch Partikel (DPF, SCR-Abgasnachbehandlung, HD- und ND-AGR); das gilt auch im Alltagsverkehr (RDE); Vergleich: Wenn alle Fahrzeuge eine moderne RDE-Technologie an Bord hätten, dann sind die dieselbedingten NO2-Emmissionen, die wir in Deutschland direkt an der Straße an der höchstbelasteten Stelle messen, so hoch wie die einer Kerze, die einige Sekunden in einem Raum brennt und dann wieder ausgepustet wird.

4. Souveränes, entspanntes Fahren dank hohem Drehmoment bei geringen Drehzahlen

Dieselmotoren liefern schon bei geringen Drehzahlen hohes Drehmoment. Das macht sie zum idealen Antrieb für ein komfortorientiertes, entspanntes Reisen.

5. Erzeugung und Transport der Kraftstoffe

Aus technischen Gründen kann eine Raffinerie immer nur in einem bestimmten Verhältnis Diesel und Benzin aus Rohöl herstellen. Der Benzinanteil liegt zwischen 20 und 40 Prozent und der Dieselanteil zwischen 25 und 40 Prozent. Daher sind die Produktion von Dieselkraftstoff und seine Nutzung im Motor unabdingbar für eine effiziente Nutzung der endlichen Ressource Rohöl. Sekundäreffekt des geringeren Verbrauchs beim Diesel: für die gleiche Fahrstrecke in km muss weniger getankt werden, d. h. es muss weniger Kraftstoff in der Raffinerie erzeugt und zur Tankstelle transportiert werden

6. Ideale Kombination mit Hybridisierung 

Eigenschaften des Diesels kombinieren perfekt mit Hybridisierung: Auf Kurzstrecken in der Stadt nutzt man die Vorteile des elektrischen Fahrens (lokal emissionsfrei, geräuscharm, höherer Wirkungsgrad im Transientbetrieb). Auf Langstrecken jene des Dieselantriebs (effizient im Quasi-Stationärbetrieb, große Reichweite, kurzfristig umsetzbare, kosteneffiziente Lösung). 

7. Der Diesel verträgt synthetische Kraftstoffe 

Aktuell wird weltweit an der Industrialisierung von Prozessen zur Erzeugung synthetischer Kraftstoffe (E-Fuels) gearbeitet. Hier werden auch schon erste Anlagen aufgebaut. Dabei wird aus elektrischem Strom (Sonne, Wind) durch chemische Prozesse synthetischer Kraftstoff erzeugt. Dieser ist CO2-neutral (wenn Strom nachhaltig erzeugt wurde – wie beim E-Auto), denn das CO2 wird „im Kreis geführt“. Es wird nur so viel freigesetzt, wie vorher eingelagert wurde. E-Fuels können normalem Diesel zugemischt werden, wirken damit in der bestehenden Flotte CO2-reduzierend und benötigen keine separate Logistikkette.

// Fazit: Der richtige Antrieb für den richtigen Einsatzfall

Im Spannungsfeld aus Kraftstoffverbrauch, Emissionen, Fahrleistungen und Fahrzeugkosten spielen sowohl Otto- als auch Dieselantrieb ihre Stärken in verschiedenen Fahrzeugklassen aus: Ein moderner Benziner macht vor allem Kleinwagen effizient, wohingegen ein fortschrittlicher Diesel in größeren Fahrzeugen wie Kombis für niedrigen Verbrauch sorgt. Durch eine Hybridisierung kommen die Vorteile des Diesels noch weiter zum Tragen. Im Sinne der Klimaschonung führt am Diesel kurz- und mittelfristig kein Weg vorbei.