Sprint auf der Langstrecke

Rainer Zietlow – Spezialist für automobile Weltrekorde

Schnell und weit – bei Rainer Zietlow gehört das zusammen. Der Mannheimer hat seine Leidenschaft für Automobile mit seinem Unternehmen Challenge4 professionalisiert und stellt im Langstreckenfahren einen neuen Weltrekord nach dem anderen auf. Jüngster Coup: eine Eurasien-Tour, 15.145 Kilometer in neuer Bestzeit.

Von Afrikas Südspitze, Kap Agulhas, bis zum Nordkap in neuer Weltrekordzeit. Atacama-Wüste in Chile: Mit einem Serienfahrzeug zum „Ojos del Salvador“, dem höchsten Vulkan der Welt, das bringt den ersten Guinness-Weltrekord für diese Auffahrt. Ein weiterer Guinness-Weltrekord für die 16.000 Kilometer von Moskau nach Kamtschatka. Insgesamt nur einige der Weltrekorde von Rainer Zietlow. Und natürlich saß er auch 2016 wieder weit weg von Mannheim hinter dem Steuer. Die Tour führte das dreiköpfige Team um Rainer Zietlow von Magadan, der östlichsten noch ans Straßennetz angeschlossenen Stadt Russlands, bis nach Lissabon. Gleich zu Anfang galt es, den schwierigsten Streckenabschnitt zu bewältigen: 3.000 Kilometer über den teils unbefestigten Kolyma Highway.

Neuer Weltrekord

Weitere Stationen waren unter anderem der Baikalsee, Minsk sowie die vergleichsweise anspruchslose Strecke durch Polen, Deutschland, Frankreich, Spanien und Portugal. Schließlich wurde der Zielort Lissabon in sechs Tagen und neun Stunden erreicht. Lohn für die drei Helden der Langstrecke: ein neuer Weltrekord und das Unterbieten der bisherigen Bestmarke um mehr als zwei Tage. „Trotz mehrerer Guinness- und Langstreckenrekorde – ans Aufhören denk ich nicht“, sagt Rainer Zietlow. „Vielmehr war ich kurz nach dieser Tour in Gedanken schon bei der nächsten. Fahren ist eben mein Leben!“ Rainer Zietlow war auch diesmal nicht nur als Rekordjäger unterwegs. Ihm war es wie bei seinen bisherigen Fahrten wichtig, 10 Cent pro gefahrenem Kilometer, insgesamt also 1.515 Euro, an die Organisation SOS-Kinderdorf zu spenden. Der Betrag kam „Marina Gorka“, einem SOS-Kinderdorf nahe Minsk, zugute. Dort war der Multi-Weltrekordler bereits während seiner Scout-Tour im Juni 2016 zu Gast: „Ich bin stolz darauf, seit 2005 für das SOS-Kinderdorf zu spenden. Vor oder nach einem Weltrekord nehme ich mir auch immer die Zeit, das jeweils unterstützte SOS-Kinderdorf zu besuchen“, so Rainer Zietlow.